British Cultural Studies: Unterschied zwischen den Versionen

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====<p style="background-color:#B2EC5D">Prüfungen in der Britischen Kulturwissenschaft </p>====
 
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Naturgemäß gibt es in den Literatur- und Kulturwissenschaften eine weitaus größere Bandbreite an möglichen Prüfungsthemen als bspw. in der Linguistik und der Fachdidaktik. Deshalb gibt es keine pauschalen Anforderungen an Leselisten; diese sind immer individuell von Thema, Prüfer und Kandidat abhängig. Sprechen Sie aber frühzeitig mit den von Ihnen gewählten Prüfern über Themen und Literaturlisten! Nichtsdestotrotz drei generelle Hinweise zur Auswahl von Literatur für Prüfungen in den British Cultural Studies:
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Naturgemäß gibt es in den Literatur- und Kulturwissenschaften eine weitaus größere Bandbreite an möglichen Prüfungsthemen als bspw. in der Linguistik und der Fachdidaktik. Deshalb gibt es keine pauschalen Anforderungen an Leselisten; diese sind immer individuell von Thema, Prüfer und Kandidat abhängig. Sprechen Sie aber frühzeitig mit den von Ihnen gewählten Prüfern über Themen und Literaturlisten! Nichtsdestotrotz drei generelle Hinweise zur Auswahl von Literatur für Prüfungen in den "höheren" Modulen in British Cultural Studies:
  
 
1. Auch wenn Einführungen in die Disziplin nicht in der Leseliste erwähnt werden, wird von Ihnen natürlich erwartet, dass Sie mit den Grundlagen der Kulturwissenschaft gut vertraut sind. Der Markt an solchen Büchern wird immer unüberschaubarer; zu empfehlen sind aber Giles/Middleton (2008), ''Studying Culture'', Kramer (1997), ''British Cultural Studies'', Storey (2006), ''Cultural Theory and Popular Culture''.
 
1. Auch wenn Einführungen in die Disziplin nicht in der Leseliste erwähnt werden, wird von Ihnen natürlich erwartet, dass Sie mit den Grundlagen der Kulturwissenschaft gut vertraut sind. Der Markt an solchen Büchern wird immer unüberschaubarer; zu empfehlen sind aber Giles/Middleton (2008), ''Studying Culture'', Kramer (1997), ''British Cultural Studies'', Storey (2006), ''Cultural Theory and Popular Culture''.
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2. Für ein besseres Verständnis unserer Disziplin als solcher lohnt es sich, zumindest kursorisch auch einzelne Texte aus den Anfängen der British Cultural Studies zu konsultieren. Exemplarisch seien hier Raymond Williams's ''Culture and Society 1780-1950'' (1958) und ''The Long Revolution'' (1961), Richard Hoggart's ''The Uses of Literacy'' (1957) oder E.P. Thompson's ''The Making of the English Working-Class'' (1963) genannt, ferner natürlich auch Stuart Hall's ''Representation'' (1997). In diversen Anthologien oder Readern zu Einführungsbänden finden Sie oft auch einen guten Überblick und Auszüge aus diesen Werken.
 
2. Für ein besseres Verständnis unserer Disziplin als solcher lohnt es sich, zumindest kursorisch auch einzelne Texte aus den Anfängen der British Cultural Studies zu konsultieren. Exemplarisch seien hier Raymond Williams's ''Culture and Society 1780-1950'' (1958) und ''The Long Revolution'' (1961), Richard Hoggart's ''The Uses of Literacy'' (1957) oder E.P. Thompson's ''The Making of the English Working-Class'' (1963) genannt, ferner natürlich auch Stuart Hall's ''Representation'' (1997). In diversen Anthologien oder Readern zu Einführungsbänden finden Sie oft auch einen guten Überblick und Auszüge aus diesen Werken.
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3. Cultural Studies sind interdisziplinär. Schauen Sie also bei der Literaturrecherche über den Tellerrand; auch Werke, die nicht im anglistisch/amerikanistischen Abschnitt der Bibliotheken stehen (oder gar in anderen Bereichsbibliotheken!), können hilfreiche Ergänzungen zu Leselisten darstellen.
 
3. Cultural Studies sind interdisziplinär. Schauen Sie also bei der Literaturrecherche über den Tellerrand; auch Werke, die nicht im anglistisch/amerikanistischen Abschnitt der Bibliotheken stehen (oder gar in anderen Bereichsbibliotheken!), können hilfreiche Ergänzungen zu Leselisten darstellen.
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Für die Modulprüfung M1 (Modellversuch) bzw. M4 (LABG 2009) gelten die Literaturlisten der drei Lehrveranstaltungen als Leseliste zur Prüfung.

Version vom 22. März 2012, 08:48 Uhr

Current Announcements
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Datei:LehrstuhlCS.jpg
MitarbeiterInnen der Britischen Kulturwissenschaft
v.l.n.r. C. Piskurek, S. Schlensag, M. Hologa, C. Lenz, J. Kramer

Forschungsschwerpunkte unserer MitarbeiterInnen
(weitere Details finden Sie auf den jeweiligen Mitarbeiterseiten)

  • Prof. Dr. Jürgen Kramer: British Cultural Studies, History of Britain and the British Empire, The Sea as a Cultural Space, Cultural Memory: Anti-Colonial Resistance, Robert Louis Stevenson, Joseph Conrad
  • Dr. phil. Stefan Schlensag: Poetry and Poetics, Theory of Landscapes, Film Analysis, Popular Culture, Post-Colonial Studies, Research Project: The Medway Poets
  • Cyprian Piskurek: Popular Culture, Football Fan Culture, Irish Studies, Detective Fiction, 20th- century novel (Graham Greene, Patrick Hamilton, Norman Mailer); Doctoral thesis: Representations of Football and its Fan Cultures
  • Christian Lenz: 21st-century British Fiction, Postmodernism, Depictions of Horror, City Novels and Films
  • Marie Hologa: Post-Colonialism, Globalisation & Nationalism, Postmodernism, Gender & Performativity, Contemporary Scottish Fiction

Selbstverständnis der Disziplin

Die Cultural Studies sind eine relativ junge akademische Disziplin, die in den 1960ern entstanden ist, als in Großbritannien die Notwendigkeit einer Erweiterung der traditionellen Literaturwissenschaft erkannt wurde. Drei zusätzliche Bereiche wurden als besonders relevant betrachtet: Die Verbindung zwischen Kultur und Gesellschaft, zeitgenössische Kultur in all ihren Spielarten, sowie Populärkultur und Medien. Von Beginn an verstanden sich die Cultural Studies als interdisziplinäres Forschungsfeld, das sich einer großen Anzahl von theoretischen Ansätzen bedient: Geschichtswissenschaft, Soziologie, Anthropologie, Literaturwissenschaft sowie Geschlechterforschung und Postkolonialismus. Theoretisch betrachtet bevorzugen die Cultural Studies also keine bestimmte Perspektive, sondern bedienen sich eines wechselseitigen Einflusses so unterschiedlicher Paradigmen wie der Semiotik, des Strukturalismus, des Post-Strukturalismus, der Postmoderne oder des Konstruktivismus.

Man kann Kultur im weitesten Sinne als eine „besondere Lebensweise“ definieren (Raymond Williams). Diese beinhaltet Zeichensysteme, die wir benutzen, um zu repräsentieren und zu kommunizieren, die jedoch unterschiedlich „entschlüsselt“ werden können. Die Cultural Studies betrachten allerdings nicht nur „Hochkultur“ wie kanonisierte Literatur, Musik und Kunst, sondern vor allem Populär-Kultur, die unter anderem Phänomene wie Popmusik, Werbung, Film und Fernsehen oder auch Mode umfasst. In den Cultural Studies wird untersucht, was diese „Erscheinungen“ repräsentieren, wie sie produziert, verbreitet und auch konsumiert werden. Im Verlauf ihres Studiums werden Studentinnen und Studenten mit der großen Vielfalt von Kultur und Gesellschaft vertraut gemacht und mit einer Vielzahl theoretischer und methodologischer Analysemittel ausgestattet.

Die Cultural Studies sind für Studenten und zukünftige Englischlehrer von großer Bedeutung, da sie dadurch nicht nur befähigt werden, eine Kultur zu verstehen und zu analysieren, sondern durch das Verstehen einer Kultur in der Lage sein werden, kulturelle Prozesse im Allgemeinen nachzuvollziehen. In diesem Sinne schulen die British Cultural Studies in Dortmund die Studenten insofern, als dass sie die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Britischer Kulturen in Kontexte setzen können und darüber hinaus einen genauen Blick auf andere Länder rund um den Globus werfen, die von der ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien beeinflusst wurden und im Gegenzug diese auch beeinflusst haben.

Lehrveranstaltungen der Britischen Kulturwissenschaft

Hier finden Sie eine Übersicht aller Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2012.

Nr. Kursbezeichnung Typ Zeit Raum DozentIn
154501 Introduction to Cultural Studies – Group A 2 PS Mo 12:15 - 13:45 R. 3.208 Lenz
154502 Introduction to Cultural Studies – Group B 2 PS Di 12:15 - 13:45 R. 3.208 Hologa
154503 Introduction to Cultural Studies – Group C 2 PS Do 12:15 - 13:45 R. U 331 Hologa
154504 Cultural Geography 2 PS Mi 10:15 - 11:45 R. 3.208 Lenz
154505 Football, Film and Literature 2 PS Di 16:00 - 17:30 R. 3.208 Piskurek
154506 The North 2 PS Mo 14:00 - 15:30 R. 3.206 Piskurek
154507 Evolutionary Change through the Eyes of the Oppressed Blockseminar 2 PS 19.03 - 23.03 R. 3.205 Paasche
154204 Australian Literature and Culture 2 PS Mi 12:15 - 13:45 R. 3.206 Bell
154205 Dark London – Investigating Crime in the Victorian City 2 PS Di 10:15 - 11:45 R. 3.205 Laemmerhirt
154514 Bursting the Bubble: The Politics of Birth 2 PS Do 10:15 - 11:45 R. 3.205 Hologa
154508 Drugs in Literature and Culture - Group A 2 HS Mo 10:15 - 11:45 R. 3.205 Schlensag
154512 Drugs in Literature and Culture - Group B 2 HS Mo 12:15 - 13:45 R. 3.206 Schlensag
154511 Thomas Hardy – Poet and Novelist 2 HS Di 10:15 - 11:45 R. 3.205 Schlensag
154513 Recapturing the Oral Tradition Blockseminar 2 HS 26.03 - 30.03 R. 3.205 Paasche
154208 Western myths of Russia from 'giant' to 'néant': intercultural encounters in fiction, travelogue and essayism, Group A 2 HS Di 12:15 - 13:45 3.206 Bimberg
154209 Western myths of Russia from 'giant' to 'néant': intercultural encounters in fiction, travelogue and essayism, Group B 2 HS Di 14:15 - 1:45 3.206 Bimberg
154210 Time and space experiences: chronotopes in English and New English/postcolonial literature, Group A 2 HS Do 8:30 - 10:00 3.206 Bimberg
154211 Time and space experiences: chronotopes in English and New English/postcolonial literature, Group B 2 HS Do 10:15 - 11:45 3.206 Bimberg
154212 British Utopian Fiction 2 HS Di 14:15 - 15:45 R. U 331 Kane
154213 Shakespeare on Film 2 HS Mo 14:15 - 15:45 R. 0.220 Kane
154214 Biblical Motifs in English Literature 2 HS Di 12:15 - 13:45 R. 2.405 Ernstpeter Maurer/Schlensag
154636 NYLON: Once Upon a Time Blockseminar
  • 14.04.; 21.04.; 12.05.; 02.06.: jeweils von 10:00 – 14:00
  • 30.06: 09:00 – 16:00
R. 3.208 Laemmerhirt, Lenz


Prüfungen in der Britischen Kulturwissenschaft

Naturgemäß gibt es in den Literatur- und Kulturwissenschaften eine weitaus größere Bandbreite an möglichen Prüfungsthemen als bspw. in der Linguistik und der Fachdidaktik. Deshalb gibt es keine pauschalen Anforderungen an Leselisten; diese sind immer individuell von Thema, Prüfer und Kandidat abhängig. Sprechen Sie aber frühzeitig mit den von Ihnen gewählten Prüfern über Themen und Literaturlisten! Nichtsdestotrotz drei generelle Hinweise zur Auswahl von Literatur für Prüfungen in den "höheren" Modulen in British Cultural Studies:

1. Auch wenn Einführungen in die Disziplin nicht in der Leseliste erwähnt werden, wird von Ihnen natürlich erwartet, dass Sie mit den Grundlagen der Kulturwissenschaft gut vertraut sind. Der Markt an solchen Büchern wird immer unüberschaubarer; zu empfehlen sind aber Giles/Middleton (2008), Studying Culture, Kramer (1997), British Cultural Studies, Storey (2006), Cultural Theory and Popular Culture.

2. Für ein besseres Verständnis unserer Disziplin als solcher lohnt es sich, zumindest kursorisch auch einzelne Texte aus den Anfängen der British Cultural Studies zu konsultieren. Exemplarisch seien hier Raymond Williams's Culture and Society 1780-1950 (1958) und The Long Revolution (1961), Richard Hoggart's The Uses of Literacy (1957) oder E.P. Thompson's The Making of the English Working-Class (1963) genannt, ferner natürlich auch Stuart Hall's Representation (1997). In diversen Anthologien oder Readern zu Einführungsbänden finden Sie oft auch einen guten Überblick und Auszüge aus diesen Werken.

3. Cultural Studies sind interdisziplinär. Schauen Sie also bei der Literaturrecherche über den Tellerrand; auch Werke, die nicht im anglistisch/amerikanistischen Abschnitt der Bibliotheken stehen (oder gar in anderen Bereichsbibliotheken!), können hilfreiche Ergänzungen zu Leselisten darstellen.

Für die Modulprüfung M1 (Modellversuch) bzw. M4 (LABG 2009) gelten die Literaturlisten der drei Lehrveranstaltungen als Leseliste zur Prüfung.